Amtliche Mitteilung
Modelshooting mit Vampir und Werwolf in der Georgskapelle

Ein Shooting zwischen Geschichte, Dunkelromantik und subtiler Spannung: In der Georgskapelle auf dem Alten Friedhof in Bonn trafen zwei ikonische Kreaturen der Nacht aufeinander. Ole S. verkörperte den Vampir – kühl, elegant, mit einem Hauch aristokratischer Melancholie. Berkan A. stand ihm als Werwolf gegenüber – körperlich, wild, mit einer unterschwelligen Spannung, die jederzeit auszubrechen drohte. Inszeniert wurden beide von Maskenbildnerin Vero Bente, die bewusst auf eine dezente, stilvolle Verwandlung setzte: keine plakativen Effekte, sondern Andeutungen – ein Blick, eine Kontur, ein Schimmer auf der Haut.
Fotografin Barbara Frommann im Einsatz
Fotografiert wurde das Duo von Barbara Frommann, die das vorhandene Licht und die besondere Aura des Ortes meisterhaft nutzte. Zwischen kühlen Steinwänden, gedämpften Schatten und dem Spiel von Licht und Struktur entstanden Bilder, die weniger auf Effekthascherei setzen als auf Atmosphäre, Spannung und Körperlichkeit.
Die Wahl der Location war dabei alles andere als zufällig. Die Georgskapelle auf dem Alten Friedhof in Bonn blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Ursprünglich im 13. Jahrhundert errichtet, war sie Teil der Deutschordenskommende Ramersdorf und diente den Ordensmitgliedern als Gebetsraum. Das romanische Bauwerk mit frühgotischen Elementen war einst reich geschmückt mit monumentalen Gewölbe- und Wandmalereien, die den spirituellen Anspruch und die künstlerische Ausdruckskraft der Zeit widerspiegelten.
Georgskapelle vor dem Abriss bewahrt
Ein einschneidender Moment kam im 19. Jahrhundert, als ein Brand große Teile der Kommende zerstörte und auch die Kapelle schwer beschädigte. Der damalige Besitzer plante bereits den Abriss – ein Verlust, der heute kaum vorstellbar wäre. Doch die Kapelle wurde gerettet und auf den Alten Friedhof transloziert. Diese Versetzung gilt bis heute als ein spektakuläres Ereignis der Denkmalpflege im Rheinland. Allerdings hatte die Rettung ihren Preis: Die originalen mittelalterlichen Malereien gingen dabei verloren, nur einige Reproduktionen erinnern noch an ihre einstige Pracht.
Ort für Fotoshootings und Musikveranstaltungen
Heute dient die Georgskapelle als Friedhofskapelle und wird gelegentlich für besondere Anlässe wie Musikveranstaltungen genutzt. Doch jenseits dieser offiziellen Funktionen hat sie sich einen ganz eigenen Ruf erarbeitet – als Ort mit einer dichten, fast greifbaren Atmosphäre, die zwischen Ruhe, Vergänglichkeit und mystischer Aufladung oszilliert.
Genau diese Stimmung macht die Kapelle – und den sie umgebenden Alten Friedhof mit seinen verwitterten Grabsteinen, verschlungenen Wegen und alten Bäumen – zu einem idealen Setting für fotografische Inszenierungen jenseits des Alltäglichen. Für das „Amt aller Ämter“ ist dieser Ort längst mehr als nur eine Kulisse: Er ist Bühne, Resonanzraum und erzählerischer Verstärker zugleich.
Vampire und Werwölfe im passenden Setting
In dieser Umgebung wirken Vampire und Werwölfe nicht wie verkleidete Figuren, sondern fast wie natürliche Bewohner des Ortes. Ole S. bewegt sich durch den Raum mit einer stillen Selbstverständlichkeit, als hätte er hier schon Jahrhunderte verbracht. Berkan A. hingegen bringt eine körperliche Präsenz ein, die im Kontrast zur sakralen Architektur steht – und gerade dadurch eine besondere Spannung erzeugt.
Das Ergebnis ist eine Bildserie, die klassische Motive neu interpretiert: kein plakativer Horror, sondern ein ästhetisches Spiel mit Mythos, Körper und Raum. Zwischen Geschichte und Inszenierung, zwischen Sakralität und Verführung entsteht eine visuelle Erzählung, die zeigt, wie nah sich Schönheit und Dunkelheit manchmal sind – besonders an einem Ort, der selbst so viel Vergangenheit in sich trägt.
