Blair Cullen, geboren am 15. Oktober 1776 als Bogumil Šwartz in Böhmen, ist eine herausragende Persönlichkeit innerhalb des Bundesamtes für magische Wesen (BAfMW). Derzeit ist Cullen de facto als Beauftragten für das Gleichstellungs- und Genderwesen aktiv. Die Position ist formal weiterhin mit Dr. Irmintraut-Huberta Blitze-Wölklein besetzt, deren Abwesenheit seit längerer Zeit andauert. In der praktischen Wahrnehmung der Aufgaben hat sich Cullen jedoch als maßgebliche Instanz etabliert.
Nach seiner Geburt in Böhmen wuchs Šwartz in einem handwerklich geprägten Umfeld auf, in dem insbesondere die Kunst der Glasbearbeitung eine zentrale Rolle spielte. Diese Kenntnisse sollten später für seinen weiteren Lebensweg von erheblicher Bedeutung sein. Im Zuge migrationsbedingter Veränderungen verließ er Europa und wanderte in die Vereinigten Staaten von Amerika aus, wo er sich schließlich in der Kleinstadt Forks niederließ.
Bogumil Šwartz lebt als Blair Cullen in Forks
Dort kam es zu einer prägenden Begegnung mit einer vegetarisch lebenden Vampirfamilie, die ihn in ihre Gemeinschaft aufnahm und damit seine Transformation in einen Vampir einleitete. Diese neue Existenzform verband Cullen in der Folge mit seinen handwerklichen Fähigkeiten sowie einer ausgeprägten ästhetischen Sensibilität.
Auf Grundlage seiner Kenntnisse entwickelte er die international bekannte Marke „Blairovsky“, die sich durch die Verarbeitung von Glas und kristallinen Materialien in besonders lichtreflektierender Form auszeichnet. Unter dem Leitspruch „Nunc est glitzerandum“ etablierte sich die Marke insbesondere innerhalb der LGB-Community als stilprägendes Element. Blair Cullen gelang es, das Glitzern als ästhetisches und identitätsstiftendes Prinzip in neue gesellschaftliche Kontexte zu überführen.
Seine Arbeit zeichnet sich durch die Kombination traditioneller handwerklicher Techniken mit innovativen Materialkonzepten aus. Dabei greift er gezielt auf historische Verfahren zurück und reaktiviert lange in Vergessenheit geratene Werkstoffe, darunter auch Uranglas, das er einer neuen gestalterischen Nutzung zuführt. Die daraus entstehenden Objekte, insbesondere Diademe, Ringe und Bodychains, gelten als charakteristisch für seinen Stil und finden internationale Beachtung.
Seine künstlerische Begabung brachte Blair Cullen außerdem einen Ruf als apl. Honorarprofessor mit Lehrbefugnis an die renommierte Hochschule Trier – Campus Idar-Oberstein, wo er Studenten im Bachelor-Studiengang „Edelstein und Schmuck (BFA)“ unterrichtet.
Parallel zu seiner künstlerisch-handwerklichen Tätigkeit entwickelte sich Blair Cullen zu einer anerkannten Persönlichkeit innerhalb der magischen Verwaltung. Im Bundesamt für magische Wesen übernahm er zunächst Aufgaben in verschiedenen Bereichen, bevor ihm schließlich die Leitung der Abteilung 9 übertragen wurde. Diese erfolgte nach dem ungeklärten Verschwinden der bisherigen Leiterin Dr. Irmintraut-Huberta Blitze-Wölklein, deren formale Amtsinhaberschaft als Beauftragte für das Gleichstellungs- und Genderwesen weiterhin besteht.
In seiner Funktion als faktischer Gleichstellungsbeauftragter verfolgt Cullen einen pragmatischen und zugleich lebensweltlich orientierten Ansatz. Sein bekannt gewordenes Leitmotiv
„Wenn ein Vampir nicht mehr glitzern darf, was macht das Leben dann noch für einen Sinn?“
wurde innerhalb des Präsidiums sowie des Personalrats als prägnante Zusammenfassung einer neuen Ausrichtung interpretiert und trug maßgeblich zu seiner einstimmigen Berufung in die Funktion bei.
Unter seiner Leitung erfuhr das zuvor teilweise kritisch bewertete Referat eine Reprofilierung, insbesondere im Hinblick auf eine stärkere Einbindung verschiedener magischer Lebensformen. Dies betraf unter anderem schwule Vampire, Werwölfe und Dämonen, die sich zuvor durch bestimmte theoretische Ausrichtungen der von Irmintraut-Huberta Blitze-Wölklein gelebten Queer-Theory nicht mehr hinreichend repräsentiert sahen.
Auch im privaten Bereich ist Cullen in eine partnerschaftliche Beziehung mit einem Werwolf eingebunden, dessen Identität auf eigenen Wunsch nicht öffentlich gemacht wird. Diese Verbindung wird innerhalb der Behörde als Ausdruck interspezifischer Verständigung gewertet und trägt zur positiven Wahrnehmung seiner Person bei.
Blair Cullen vereint in seiner Person handwerkliche Tradition, ästhetische Innovation und verwaltungspraktische Gestaltungskompetenz. Durch seine Tätigkeit hat er maßgeblich dazu beigetragen, das Gleichstellungs- und Genderwesen im Bundesamt für magische Wesen neu auszurichten und zugleich mit einer eigenständigen kulturellen Prägung zu versehen.
