Dr. Irmintraut-Huberta Blitze-Wölklein, geboren am 30. September 1956 im bayerischen Oberpatschenknallbach an der Knatter, entstammt einer fränkischen Lehrerfamilie, deren pädagogischer Einfluss sich früh in einer ausgeprägten Neigung zu strukturiertem Denken, normativer Reflexion und anhaltender Diskussionsbereitschaft manifestierte.
Ihre schulische Laufbahn absolvierte sie in Bremen, wo sie zunächst die Grundschule, anschließend das Gymnasium besuchte und schließlich das Abitur erlangte. Bereits in dieser Phase zeigte sich eine besondere Affinität zu gesellschaftstheoretischen Fragestellungen sowie eine ausgeprägte Bereitschaft, bestehende Ordnungen einer kritischen Neubewertung zu unterziehen.
Im Anschluss daran absolvierte sie eine Ausbildung für den höheren Verwaltungsdienst an der Fachhochschule für Verwaltung in Offenbach, die sie erfolgreich abschloss. Parallel zu dieser Ausbildung begann sie ein Fernstudium in den Fächern queerfeministische Biologie, diskursive Theorien in der Soziologie sowie Frauenforschung an der Fakultät für Poststrukturalistische Naturdeutung der Unsichtbaren Universität von Ankh-Morpork. Dieses Studium erstreckte sich über einen Zeitraum von insgesamt 36 Semestern und zeichnete sich durch eine kontinuierliche thematische Vertiefung sowie eine bemerkenswerte Ausdauer in der Bearbeitung theoretischer Fragestellungen aus.
Verleihung des Dr. phil. h.c. an Irmintraut-Huberta Blitze-Wölklein
Im Rahmen dieses Studiums unternahm Blitze-Wölklein einen Promotionsversuch mit dem Titel „Das Y-Chromosom als Fehler der Evolution – Eine intersektionale Analyse patriarchaler Molekularstrukturen“.
Obgleich es nicht gelang, die zentrale These in vollem Umfang empirisch zu verifizieren, wurde die Arbeit im Ergebnis mit dem akademischen Grad Dr. phil. h. c. gewürdigt. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere die außergewöhnliche Dauer der wissenschaftlichen Beschäftigung sowie die nachhaltige Einwerbung von Drittmitteln.
Nach ihrem Eintritt in den öffentlichen Dienst war Dr. Blitze-Wölklein in verschiedenen Funktionen tätig, bevor sie schließlich in das Bundesamt für magische Wesen (BAfMW) wechselte. Dort übernahm sie im Verlauf ihrer Laufbahn zunehmend verantwortungsvolle Positionen und wurde zuletzt zur Leiterin der Abteilung 9 berufen. Parallel dazu fungierte sie als Beauftragte für das Gleichstellungs- und Genderwesen.
In diesen Funktionen widmete sie sich insbesondere der konzeptionellen Weiterentwicklung geschlechterbezogener Verwaltungsansätze, der Integration vielfältiger Identitätskonzepte sowie der kritischen Reflexion bestehender Verwaltungsstrukturen. Ihr Wirken war geprägt von einem hohen Maß an Engagement und einer konsequenten Ausrichtung auf die Durchsetzung ihrer fachlichen Überzeugungen.
Kolleginnen und Kollegen beschrieben sie übereinstimmend als eine bis zur äußersten Konsequenz entschlossene Aktivistin, die auch vor ungewöhnlichen Formen des Protests nicht zurückschreckte. In einem vielbeachteten Vorgang versuchte sie, sich im Rahmen einer symbolischen Aktion gegen patriarchale Strukturen an ihren Bürostuhl festzukleben, was jedoch aus technischen Gründen nur teilweise umgesetzt werden konnte.
Nach Eintritt in den Ruhestand in der Blitze-Wölklein Memorial Hall verschollen
Nach ihrem Eintritt in den Ruhestand würdigte das Bundesamt für magische Wesen ihre Verdienste in besonderer Weise, indem das gesamte 32. Untergeschoss des Behördengebäudes in „Irmintraut-Huberta-Blitze-Wölklein-Memorial-Hall“ umbenannt wurde. Gleichzeitig wurde ihr die Aufgabe übertragen, eine gendergerechte Übersetzung frühhethitischer Steuertabellen auf Keilschrifttafeln aus der Kanzlei des Großkönigs Šuppiluliuma I. anzufertigen.
Zur Durchführung dieses Vorhabens wurde ihr das vollständige 32. Untergeschoss zur alleinigen Nutzung überlassen. Seitdem ist Dr. Blitze-Wölklein im regulären Dienstbetrieb nicht mehr in Erscheinung getreten, was aber nichts mit der Maurerkolonne zu tun hat, die von Huusmeester Willi Kaczmarek in das 32. Untergeschoß entsandt wurde. Das Amt in seiner Verantwortung gegenüber (ehemaligen) Mitarbeiterinnen hat zur Klärung der Vorgänge einen Ausschuss gebildet, welche eine Arbeitsgruppe berufen soll, die sich mit dem Verbleib von Blitze-Wölklein beschäftigen soll. Aus Termingründen kam es bisher noch zu keiner Zusammenkunft der Ausschussmitglieder.
In Anerkennung ihrer einzigartigen Stellung innerhalb der Behörde wurde beschlossen, die Funktion der Beauftragten für das Gleichstellungs- und Genderwesen nach ihrem Ausscheiden nicht neu zu besetzen. In diesem Zusammenhang hält sich innerhalb der Behörde das Gerücht, dass diese Entscheidung auf eine hausinterne Petition zurückgeht, die von sämtlichen Mitarbeitenden unterzeichnet und von Amtsleitung sowie Personalrat angenommen wurde.
Im Anschluss an diese Entscheidung soll es zu einer umfangreichen und ausgesprochen ausgelassenen internen Weihnachtsfeier (mit Strippern!) gekommen sein, deren genaue Ausgestaltung nicht Gegenstand offizieller Dokumentation ist, jedoch in der informellen Überlieferung als von ungewöhnlich hoher Beteiligung und Stimmungslage beschrieben wird.
Dr. Irmintraut-Huberta Blitze-Wölklein bleibt damit eine Persönlichkeit, deren Wirken im Bundesamt für magische Wesen sowohl durch nachhaltige strukturelle Impulse als auch durch eine Reihe außergewöhnlicher Einzelereignisse geprägt ist. Ihr Name ist untrennbar mit einem spezifischen Abschnitt der Behördenentwicklung verbunden, dessen Nachwirkungen in organisatorischer wie kultureller Hinsicht weiterhin feststellbar sind.
